UX Festival 2026: Arndtteunissen sucht die Trends von morgen

29.6.2026

Forschung, Netzwerk und Austausch. Vor welchen Herausforderungen stehen unsere Kunden morgen und übermorgen?

Was ein Treffen von 300 UX-Spezialisten im Erfurter Zughafen Kulturbahnhof über die Zukunft von Produkten und Gesellschaft verrät.

Wer verstehen will, wie Produkte und Systeme in Zukunft gestaltet sein müssen, um den Alltag von Menschen spürbar zu erleichtern, muss manchmal an Orte reisen, an denen früher die logistische Infrastruktur der Industrialisierung organisiert wurde. Im Erfurter Zughafen Kulturbahnhof, einem alten Güterbahnhof, trafen sich knapp 300 Spezialisten zum UX Festival der German UPA.
Der Berufsverband lebt grundlegend von der ehrenamtlichen Mitarbeit seiner Mitglieder, die sich kollektiv der Wissensvermittlung und fundierten Meinungsbildung rund um das Thema Usability und User Experience (UX) verpflichtet fühlen. Das Format des Treffens: ein Barcamp. Keine starre Agenda, kein Frontalunterricht, sondern ein dynamischer Marktplatz der Ideen. Mittendrin: Arndtteunissen. Als Mitglied des Dachverbandes und Partner des Usability Testessens in Düsseldorf sind wir hier keine Beobachter, sondern Seismografen einer Disziplin, deren Relevanz weit über die reine Web- und Software-Entwicklung hinausreicht. Denn digitale Touchpoints beziehungsweise Digitalisierung ist am Ende nur ein Spielfeld von vielen. Im Kern von UX steht das übergeordnete Ziel, die Interaktion zwischen Mensch und Umwelt – in welcher Form auch immer, schlicht besser und intuitiver zu machen.

Viele User Experience Themen, noch mehr Perspektiven

Das Themenspektrum des Wochenendes glich einer Bestandsaufnahme dieser tiefen Menschenzentrierung und spannte den Bogen von der harten Praxis bis zur strategischen Vision. Diskutiert wurden die wichtigsten Stellschrauben moderner UX-Strategien und konkrete Maßnahmen gegen operative Barrieren, während eine Design Sprint Challenge den Fokus auf das schnelle, kollaborative Lösen komplexer Probleme legte. Auch der Umgang mit neuen Technologien wurde differenziert verhandelt: Neben einer zutiefst kritischen KI-Betrachtung im Design-Kontext ging es in den Sessions um ganz handfeste Anwendungsfälle wie den sinnvollen Einsatz von KI im Usability Testing. Ergänzt wurde dies durch tiefe Einblicke in regulatorische Fragen wie die Evolution von ISO-Standards und geopolitische IT-Debatten über die digitale Souveränität europäischer Plattformen in Zeiten dominanter US-Hosting-Infrastrukturen.

Beste UX: Auch ein Backend wird von uns gestaltet.

Inmitten dieser Debatten zeigte sich, wie eng die Gestaltung digitaler Systeme mit der realen Lebenswelt verwoben ist. Das spiegelte sich auch in der Session von unserem Geschäftsführer Benjamin Arndt unter dem Titel „Upgrade für die Heimatstadt“ wider. Hier ging es um die Frage, welche Faktoren einen Raum sowohl für die Kreativwirtschaft als auch für die gesamte Bevölkerung lebenswert und zukunftsfähig machen – ein Impuls, dessen gesammelte Ideen direkt in die strategische Vereinsarbeit bei der Kreativwirtschaft Düsseldorf e.V. einfließen werden.

Es sind genau diese Schnittstellen und Themenvielfalt, die das Barcamp so wertvoll machen. Auch wenn die rasante Entwicklung im Bereich künstlicher künstlicher Intelligenz in den intensiven Gesprächen zwischen allen Teilnehmenden durchaus kontrovers diskutiert wurde, lieferten die zwei Tage in Thüringen vor allem eine übergeordnete Erkenntnis: Da es bei UX im Kern von Natur aus um Empathie, das Verständnis menschlichen Verhaltens und die Lösung realer Lebensprobleme geht, lässt sich diese Kompetenz nicht wegrationalisieren. Werkzeuge verändern sich – aber der Bedarf an Expertinnen und Experten, die Systeme für den Menschen übersetzen und Räume sinnvoll gestalten, wächst.

Für eine Agentur wie Arndtteunissen reicht es heute längst nicht mehr aus, Trends nur aus Fachmagazinen zu adoptieren. Wer im Markt bestehen will, muss nah an der Branche agieren, den Diskurs mitgestalten und frühzeitig antizipieren, welche Wellen als nächstes brechen. Nur durch diesen permanenten Austausch auf Augenhöhe lassen sich technologische und gesellschaftliche Strömungen nicht nur verstehen, sondern im Sinne unserer Kunden proaktiv mitgestalten oder selbst besetzen. Das Barcamp auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs war dafür der beste Beweis: Wer die Zukunft nicht verpassen will, darf nicht darauf warten, dass sie fertig entwickelt im Posteingang landet. Man muss dorthin gehen, wo sie gerade live verhandelt wird. Insofern freuen wir uns schon auf das nächste Jahr in Erfurt, beim nächsten Barcamp der German UPA, und werden nun viele spannende Erkenntnisse und neue Trends, die dieses Jahr im Fokus stehen, in unsere tägliche Arbeit für unsere Kunden einfließen lassen.